Unsere Füße - basisch gepflegt!

Die Zeit der Sandalen und Flipflops ist vorbei. Doch obwohl unsere Füße jetzt weniger präsentiert werden, brauchen sie gerade im Herbst und Winter besonders intensive Pflege. Ganz nebenbei kann jeder damit auch noch Ihr Immunsystem stärken und Erkältungen vorbeugen.

Fußschweiß, Pilzbelastungen, kalte oder geschwollene Füße, starke Hornhautbildung, Hühneraugen, Fersensporn und Hallux valgus – bereits ein Drittel der Erwachsenen klagt über Fußprobleme. Bei der Ursachensuche ist eine ganzheitliche Betrachtung sinnvoll, denn die Beschwerden sind häufig auf eine Dysbalance im Gesamtorganismus zurückzuführen. Durch die heutige säurelastige Ernährungs- und Lebensweise sind unsere Ausscheidungsorgane Lunge, Nieren und Darm oft überlastet. In diesem Fall springt die Haut ein, um ein Zuviel an Säuren und Schadstoffen auszuscheiden. Mit rund 600 Schweißdrüsen pro Quadratzentimeter können diese über die Fußsohlen besonders gut ausgeschieden werden, was mit dem Phänomen Schweißfüße auf unangenehme Weise „riechbar“ wird. Je nach Veranlagung sucht sich der Körper jedoch unterschiedliche Wege, die sich anhand der drei Stoffwechseltypen nach Dr. h. c. Peter Jentschura an den Füßen in Form folgender Symptome zeigen:

  1. Der Ausscheider: Fußschweiß, Fußpilz, Warzen, Schuppenflechte und Hyperkeratose (verstärkte Hornhautbildung) sowie offene, nicht heilende Stellen an den Füßen und Unterschenkeln
  2. Der Strukturverzehrer: Rhagaden, eingewachsene Fußnägel, Nagelbettentzündungen, Fersensporn, Knochenhautentzündungen, Achillessehnenentzündungen oder -risse, Bänder-, Kapsel- und Kreuzbandrisse, Fuß- und Sprunggelenkarthrose, Osteoporose, Ermüdungsbrüche, Neurodermitis, Venenleiden, kalte oder heiße Füße
  3. Der Ablagerer: geschwollene Füße, Fersensporn, Gicht (vor allem im großen Zeh), Hallux valgus und rigidus, Hammerzehen, schmerzhaften Schwielen, Hühneraugen, Blasen sowie Knie- und Hüftarthrose

Viele Ablagerungssymptome werden durch eine zu starke mechanische Belastung zusätzlich gefördert. Fehlstellungen durch zu enge, spitze oder kleine Schuhe sowie hohe Absätze können zu Spreizfüßen mit der Folge eines Hallux valgus, aber auch zu Hammerzehen und schmerzhaften Schwielen, Hühneraugen sowie Blasen bis hin zu Knie- und Hüftarthrose führen. Ein häufiges feucht-warmes Fußklima, etwa durch falsches Material von Schuhen und Socken, wiederum begünstigt die Entstehung von „Schweißfüßen“ sowie von Fuß- und Nagelpilz.

Zur Vorbeugung derartiger Beschwerden sind basische Fußbäder wertvoll. Sie wirken entsäuernd auf den Organismus und regen die Blutzirkulation, das Nervensystem sowie den Stoffwechsel an. Außerdem sind sie eine aktive Pilzprophylaxe, da sie ihnen die Existenzgrundlage entziehen, denn Pilze gedeihen in einem sauren Milieu besonders gut. Wichtig ist, die Füße nach dem Baden gut abzutrocknen, besonders zwischen den Zehen, da durchfeuchtete und durchweichte Haut ideale Bedingungen zur Ausbreitung eines Fußpilzes bietet.

Heiße Fußbäder (bei rund 38 – 41 ˚C) wirken zudem entspannend, durchblutungsfördernd und reduzieren gerade in der Erkältungszeit die Infektanfälligkeit. Wechselbäder stärken den Kreislauf, beruhigen die Nerven, wirken abhärtend und sind bei chronisch kalten Füßen sinnvoll. Fußbäder mit langsam ansteigender Wassertemperatur helfen bei akut kalten Füßen, bei ersten Erkältungsanzeichen und chronischen Entzündungen der Nasennebenhöhlen.

Basische Fußbäder sind zudem eine wunderbare Vorbereitung auf die weitere Fußpflege: Danach lassen sich die Zehennägel besser schneiden und die Hornhaut kann leichter entfernt werden.

Tipp: Unterstützend können Sie auch Kräuter zugeben, entweder in Form von ätherischen Ölen oder als Sud ausgekocht. So wirkt etwa Salbei schweißregulierend und Minze kühlend, Ingwer und Rosmarin haben einen wärmenden Effekt, Teebaumöl und Salbei desinfizieren und Wacholder sowie Schlüsselblumen verstärken den entschlackenden Effekt des basischen Fußbads.