Der Löwenzahn, Multitalent und Gesundbrunnen!

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eine der ersten Pflanzen, die mit ihren leuchtend gelben Blüten ab Mitte April auf sich aufmerksam macht. Nicht zu übersehen, wächst er auf Wiesen, am Straßenrand, Böschungen oder am Waldrand. Selbst zwischen Pflastersteinen und auf kargem Boden ist er zu finden. Der Löwenzahn gehört so selbstverständlich zu unseren heimischen Pflanzen, dass wir ihn gerade wegen seiner Häufigkeit gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Dabei ist er mit seinen Inhaltsstoffen ein wahres „Multitalent der Gesundheitsförderung“!

Tipp: Wenn Sie Löwenzahn oder andere Wildkräuter sammeln möchten, beachten Sie, dass Sie die Pflanzen nicht in der Nähe von Bahndämmen oder mehrspurigen Straßen sammeln, sondern schauen Sie in Wäldern oder Parks, die nicht schadstoffbelastet sind. Sammeln Sie bitte nur die Pflanzen, die Sie zweifelsfrei kennen!!!

Bekannt ist der Löwenzahn wegen seiner Bitterstoffe. Sie regen nicht nur die Sekrete des Leber-Gallensystems an, sondern unterstützen sämtliche Drüsen des Magen- Darmkanals. Es wird mehr Magensaft, Gallensaft und Bauchspeichel gebildet, was die Funktionen unserer Organe verbessert. Auch wenn sich die Hauptwirkung auf das Leber-Galle-System richtet, so besitzt der Löwenzahn einen großen Anwendungsbereich. Er tonisiert den gesamten Stoffwechsel unseres Körpers und wird deshalb gern bei Hämorrhoiden, Kreislaufstörungen, Blähungen, Darmkatarrhen, Nierenstörungen oder zur Blutreinigung eingesetzt. Auch bei Rheuma und Gicht ist er ein toller Helfer, weil er die ausleitenden Organe wie die Blase und die Nieren unterstützt.

Außer den Bitterstoffen Taraxasterin und Inulin enthält er Vitamin D, Cholin, Weinsäure, Zucker, Fette und etwas ätherisches Öl.

Man kann ihn auch als Presssaft kurmäßig bis zu 6 Wochen trinken, oder in den Wintermonaten in Tablettenform einnehmen. Am besten entfalten natürlich die frischen Blätter ihre Wirkungen und sollten daher in keinem Smoothie fehlen. Besonders als Ergänzung in herkömmlichen Salaten oder in Wildkräutersalaten ist er besonders lecker! Kombinieren lässt er sich mit fast allen Gemüsen oder auch Früchten, wie die Erdbeere, die jetzt ihre Erntezeit hat.

Wir haben Ihnen ein leckeres Rezept für einen Salat zusammengestellt:

  • 1 Handvoll Löwenzahnblätter
  • 1 Handvoll Eisbergsalat
  • 1 Handvoll Feldsalat
  • 1 kl. Zwiebel
  • 2 Tomaten
  • 10-15 Walnusskerne
  • Saft einer kleinen halben Zitrone od. einen EL Essig
  • 3 EL Leinöl oder Traubenkernöl
  • ½ TL Senf
  • Kräutersalz und Pfeffer
  • 1 Bund frischen Dill
  • Physalisfrüchte oder Erdbeerstückchen zum Garnieren

Zubereitung: Sämtliche Salat- bzw. Löwenzahnblätter gut abwaschen und das Wasser aus dem Durchschlag abtropfen lassen. Zwiebeln und Tomaten kleinschneiden. Die Zwiebeln mit Zitronensaft, Öl, Salz, Pfeffer und Senf in eine Schüssel geben und gut umrühren. Die Salat- und Löwenzahnblätter noch etwas trockentupfen und mit den Tomatenstückchen in die Schüssel geben. Die Walnüsse zerbröseln und über den Salat verteilen, dann den Dill kleinschneiden, drüberstreuen und gut durchwalken. Erdbeerstückchen oder Physalis auf den Salat geben und servieren.